Musikunterricht: Früh übt sich!

Der Musikunterricht an Schulen soll den Kindern schon in jungen Jahren den Bezug zur Musik näher bringen. Abgesehen von der Absicht, die Schüler für Musik an sich zu begeistern, gehört zur musikalischen Bildung aber auch einiges an normalem Stoff zum Lernen, der unter Schülern bei weitem nicht so beliebt wie das musizieren im Unterricht ist. Neben der psychologischen Förderung bei der sozialen Entwicklung ist in diesem Fach also auch Wissen ein Ziel des Unterrichts.

Zum gelehrten Stoff gehört dabei meistens eher das Wissen über frühere Epochen. Dabei reicht der Stoff im Normalfall von den Anfängen in der Steinzeit mit einfachsten Instrumenten aus Holz und Stein bis ins 17.-18. Jahrhundert, in dem wichtige klassische Komponisten wie Johann Sebastian von Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauß und einige weitere in diese Richtung behandelt werden. Abhängig von der jeweiligen Lehrkraft werden im 5., 6., 7., und manchmal auch im 8. Schuljahr optional Tests durchgeführt, gesetzlich verpflichtend sind diese im Fach Musik aber nicht. Aus diesem Grund sind im Normalfall (bei etwa 90 Prozent der Lehrer und Lehrerinnen) auch keine Tests zu erwarten.

Der tatsächlich musikalische Teil der musikalischen Bildung wird leider meist ohne Schülern an den Instrumenten ausgeübt. So kommt es, dass das Spielen der Instrumente so gut wie immer in den Hintergrund gerät, während lediglich der Lehrer bzw. die Lehrerin auf der Gitarre spielt oder sogar nur eine CD läuft, während die Klasse dazu singt, wodurch die Begeisterung für den Musikunterricht oftmals verloren geht. Im Zuge dessen werden oft auch weniger Schulmusiker ausgebildet, wodurch der Anteil der Jugendlichen, die ein Instrument spielen können, zunehmend sinkt.

Der eigentliche Sinn dahinter, den Schülern musikalische Bildung zu gute kommen zu lassen, ist laut Experten der Bezug zur Musik sowie ein gewisser Anteil des Allgemeinwissens aus diesem Bereich. Je nach Schule wird davon normalerweise ein Teil erreicht.